Hauptschule an der Wächtlerstrasse
Einführungswochen
Unsere Kinder und Jugendlichen wachsen in einer multikulturellen Gesellschaft auf, die von starken medialen Einflüssen geprägt ist.
Um ihnen zu ermöglichen, darin bestehen zu können, muss ein Bestandteil von pädagogischer (schulischer) Arbeit sein, sich auf die schnellen Wandlungen in der Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler einzustellen.
Dazu gehört, Methoden und Programme in den Schulgremien zu diskutieren und immer neu zu überdenken.
Die Einführungswochen sind laut Beschluss der Schulkonferenz im Schulprogramm der HSW verankert.
Die zunächst nur nach Geschlecht Nationalität oder auch (Eltern-)wünschen gleichmäßig aufgeteilten Gruppen, sollten ein abwechslungsreiches Programm absolvieren, das ihre motorischen-, kognitiven- und insbesondere sozialen Fähigkeiten zeigt.
Die Rolle des begleitenden Lehrpersonals war die des helfenden Beobachters, um sich ein vielseitiges Bild von ihren neuen Schützlingen machen zu können.
Alle Tests und Beobachtungen zusammengefasst ergeben ein Bild der einzelnen SchülerInnen, das, als Teil der Schülerakte jedes Jahr neu überprüft, auch Fortschritte in der Entwicklung verdeutlichen kann.
 
Schnuppertag
Die erste Aktion im Rahmen der Einführungswochen, die es seit nunmehr fünf Jahren gibt, startete am Montag dem 21.06.2010 mit dem traditionellen „Schnuppertag“ auf dem Gelände und im Ganztagsgebäude der HSW.
In einem freundlichen Anschreiben der zukünftigen Klassenlehrer waren die neuen Schülerinnen und Schüler mit Freunden und Verwandten eingeladen worden, um die neue Schule, ihre Mitarbeiter und künftige Mitschüler kennen zu lernen.
Auch in diesem Jahr gab es eine rege Beteiligung von Lehrern und Schülern bei der Vorbereitung, und der Aufwand mitten im Schulbetrieb ist groß.
Der Kinderschutzbund als Partner ist für uns bei der Durchführung  unentbehrlich geworden denn mit dem Oldtimer Spielmobil, das pünktlich auf den Schulhof rollte, kommen nicht nur die bereits bekannten, freundlichen Mitarbeiter.
 
Im Anhänger verstaut war die beliebte Hüpfburg und die wurde, bei strahlendem Sonnenschein, auch rege besucht.
Sie war auf dem Schulhof nicht zu übersehen und auch ältere Schüler, die aus dem Unterricht kamen, durften, wenn die Schuhe ausgezogen waren, eine Runde toben.
Als die meisten Besucher gegangen waren, wurde der Stecker gezogen, die Luftpumpe verstummte und der große Bär neigte sein Haupt zu Boden.
 
Die Luft musste nun aber noch hinaus aus den verschiedenen Kammern der Hüpfburg, die dann fachgerecht zusammen gelegt und mit vereinten Kräften auf den Anhänger gerollt wurde.
So endete ein schöner Nachmittag, der den meisten Besuchern gefiel und bei den neuen Schülern Interesse an der neuen Schule wecken konnte oder auch dabei half, Ängste vor dem größten Schritt in einem noch jungen Schülerleben zu nehmen.
 
Besuch der „Funbox Amalie“
Die Aktion in der „Fun Box“ als fester Bestandteil der Einführungswochen wurde in den Vorjahren von allen Pädagogen positiv bewertet. Das gute, bewährte (Team-) Trainingsprogramm von Frau Rastelli, mit dem Schwerpunkt „kennen lernen“ im geschützten Bereich der alten Fabrikhalle, ist als erste externe Aktion optimal geeignet.
Die Busfahrt in einem ehemaligen Linienbus ganz für uns alleine verlief problemlos und die Schüler und Begleiter wurden von Frau Rastelli und ihrem Mitarbeiter freundlich empfangen und in die Hausregeln eingewiesen.
 
Bewährtes muss man nicht neu erfinden und die Vorstellungsrunde zum Aufwärmen in voller Schutzmontur auf Straßenschuhen gehört dazu.
Alle machen mit, rufen laut den Namen von jedem der Mitschüler, kopieren jede seiner Bewegungen….; Kinder im spaßigen Rollenwechsel, sozial aufschlussreiches Miteinander ermöglicht interessante Beobachtungen.
Die besseren Läufer konnten es kaum erwarten, endlich loslaufen zu dürfen.
Aber auch hier kam bald jeder auf seine Kosten, sei es beim Spezialtraining mit Frau Rastelli im Befahren von Rampen oder beim Rollhockeyspiel im anderen Teil der Halle.
Wir hatten uns den bis dahin wärmsten Tag des Jahres ausgesucht, so waren die meisten der nass geschwitzten Kinder froh, als der Bus vor der Tür der Fun Box auftauchte.
Nach der Verabschiedung von Frau Rastelli und ihrem Hausmeister ging es zurück zur Schule und sofort nach Hause.
 
Team Tag im Weigle Haus
 
Zum Abschluss der ersten Woche, am Freitag dem 03.09.2010, waren beide Klassen in das nahe gelegene Jugendzentrum „Weigle Haus“ eingeladen.

Das Weigle Haus ist mit Abstand das größte und meistbesuchte Jugendhaus in der Umgebung der HSW und entlang der A 40 fußläufig gut zu erreichen.
Die meisten der älteren Schüler kennen dieses Haus, in dem neben offenen Angeboten z.B. auch Geburtstagsfeiern ausgerichtet werden.
Im Sinne von Kooperation mit externen Partnern und Öffnung von Schule nach außen ist der Team Tag zum ersten Mal im Programm der E- Wochen.
In Vorgesprächen war Tobias Klug, der leitende Pfarrer des Hauses, das von der evangelischen Kirche getragen wird, gerne bereit ein Programm für einen Tag zu organisieren.
Am Weigle Haus angekommen lud uns Herr Klug mit seiner Frau Doreen und einigen Mitarbeitern in einen der zahlreichen großen Räume ein, wo er kurz seine Einrichtung vorstellte.
 
Die Zutaten für das Frühstücksbuffet waren eingesammelt worden und wurden während dessen von den Mitarbeitern des Hauses auf den Tischen verteilt.
Jeder Schüler war aufgefordert, etwas zum Frühstück mitzubringen, die Brötchen wurden von der Schule gesponsert.
Zwischen den Übungen war eine große Pause in der jeder auf seine Art entspannen konnte.
 
Eine Play Station an den Fernseher war angeschlossen wirkte magisch und natürlich dauerte es nicht lange, bis dessen Funktion klar war.
Jeder war ein Experte am heimischen Spielgerät und konnte seine Erfahrungen einbringen;  sogar die Zuschauer waren zufrieden.
Unter den anwesenden Pädagogen machte sich Skepsis breit, waren die Kinder überfordert, ist diese Übung nicht doch zu schwer für eine so junge Gruppe, die sich noch nicht richtig kennt?
Sind Berührungsängste nicht zu groß und Vertrauen noch nicht vorhanden?
Doch die emphatische Moderation von Doreen und Tobi, die natürlich auch mal beide Augen zu drückten, führte letztlich zum Erfolg.
Der Weg war das Ziel und alle Beteiligten, auch die, die zwischendurch aufgegeben hatten, waren am Ende zufrieden und zu Recht stolz auf ihre Leistung.
Es war 12:30 Uhr, als sich die beiden Klassen und ihre Begleiter auf den Rückweg zur Schule machten.
Ein schöner, aber oft auch anstrengender Vormittag, reich an Eindrücken, die es zu verarbeiten galt, lag hinter ihnen.
 
Jugendbildungsstätte St.Altfrid
Team-Tag mit „simply out tours“
Der „Team-Tag“ in Haus Altfrid wurde im letzten Jahr von allen Beteiligten als gut bewertet und sollte auch in diesem Jahr wieder zum Programm gehören.
Das in Essen-Kettwig, oberhalb des Baldeneysees gelegene Schulungsgelände ist, von Wald umgeben, modern für die Bedürfnisse von Jugendfreizeiten eingerichtet.
Dazu gehörte die Nutzung des Außengeländes und bei zu schlechtem Wetter auch die Nutzung der „Arena“, einem vielseitig nutzbaren Raum, vergleichbar mit einer Turnhalle.
Schließlich buchten wir für Dienstag und Mittwoch von 9:00 bis 14:00 Uhr für je eine Klasse mit Anhang.
Das Programm vor dem Mittagessen sollte der kompetenten, erfahrenen Frau Hundacker von „simply out tours“ überlassen sein, die der Sozialarbeiter bereits aus anderen Aktionen kannte und die auch im letzten Jahr sehr gut mit unseren Kindern gearbeitet hat.
Als Kooperationspartner von Hs. Altfrid kannte sie sich auf dem Gelände bestens aus.
Nach kurzer Begrüßung vor dem Haus zeigte Frau Hundacker den Schülern noch die Toiletten um danach alle im vorbereiteten Stuhlkreis zu empfangen.
 
Begrüßung blieb auch weiterhin das Stichwort, und Sitzen war gar nicht angesagt. Alle Teilnehmer waren eingeladen, wild durcheinander laufend, sich auf Kommando auf verschiedene Arten zu begrüßen.
Dass 24 Menschen gleichzeitig durch ein drehendes Seil laufen ist zunächst nicht gut vorstellbar, aber das für die Teilnehmer unbekannte Ziel der nächsten Übung. Dabei handelt es sich um das höchste „Level“, ein Begriff der unseren Schülern aus Computerspielen gut bekannt ist.
Um den Prozess zu verkürzen, wurde nach Level 4 auch mal Level 24 angedacht, eine Herausforderung für alle. Sinnvolle Anregungen gab es natürlich immer zwischendurch und dazu gehörte, dass die Längsten in die Mitte der Reihe gehörten. Wenn dann noch geklärt war, wer das Kommando gibt, konnte fast nichts mehr schief gehen.
Geschafft haben es letztlich beide Klassen.
Doch aller Anfang ist schwer und zu Level 1 gehört nun mal, sich in einer Reihe hintereinander aufzustellen.
Kräftige Regenschauer zwangen uns, die Levels zu unterbrechen, manchmal auch eine gute Abwechslung wenn die „Luft raus war“…!
Denn das Seil durfte nicht berührt- und keine Umdrehung ausgelassen werden
Von den meisten Kindern ersehnt, gab es dann endlich Mittagessen. Wir teilten uns den Speiseraum mit einer anderen Gruppe, die Sitzordnung kam so mehr zufällig zustande.
Unter dem Vorwand, mit der Elektrik sei etwas nicht in Ordnung, wurden die freundlichen Helferinnen aus der Küche gelockt. Einige kannten die Aktion aus dem Vorjahr und machten bereitwillig mit. Auf ein vereinbartes, lautloses Zeichen aus dem Hintergrund, riefen alle gemeinsam „Danke schön“, eine nette Geste, die allen viel Spaß bereitete und die HSW in guter Erinnerung hält.
Die fremden Gäste am Ecktisch spendeten spontan Applaus.
 
Grugapark
Die Busfahrt mit über 50 Personen im Bus war nicht so exklusiv, wie die vorherigen, mit vielen Stehplätzen erinnerte sie an eine Busfahrt während der Hauptverkehrszeit im Alltag.
Umso größer war der Bewegungsdrang beim Sturm auf die Gruga.
Die Länge des großen Adams zu schätzen gehörte auch zu den Aufgaben. Vor Jahren nachgemessen, ist 3,20 Meter die richtige Lösung.
Er erwies sich als sehr geduldig, als er mit den Werkzeugen der Gärtner geschmückt wurde, die in der Nähe die Beete säuberten.
Sie werden sich zwar gewundert-, aber nicht lange gesucht haben, als sie von ihrer Pause zurück kamen.
Die Kinder von der Seilpyramide am Eingang herunter zu bekommen, erforderte dann schließlich doch noch viel Zeit, der Bus hatte aber ein wenig Verspätung, was uns gerade recht kam.
 

 

Support:
Alfried Krupp-Schulmedienzentrum