Hauptschule an der Wächtlerstrasse

SACHBERICHT

„Trommelworkshop“

Schule:

Hauptschule an der Wächtlerstraße

(Städtische Gemeinschaftshauptschule im Ganztag)

Wächtlerstr. 37

45139 Essen

136980@schule.nrw.de

www.hs-waechtlerstrasse.essen.de

 

Schulleitung

Frau Tschüter

 

Künstler:

 

Papa Bouly Thioune

Hildegardstr.20

45130 Essen

0201-61 23 18 13

papa-thioune@arcor.de

www.papa-thioune.de

 

Lehrerinnen:

Frau Lindemann-Kaminski

Frau Said

Schülerinnen und Schüler:

12 – 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

11 - 15 Jahre alt

Projekt:

 

„Trommelworkshop“

 

Hintergrund:







 

 



 

Der „Trommelworkshop“, in Kooperation mit dem Landesprogramm „Kultur und Schule“, wurde im Schuljahr 2012/2013 den Schülerinnen und Schülern der beiden Sprachanfängerklassen im Rahmen des Nachmittagsunterrichts sowie den Schülerinnen und Schülern der Regelklassen 6/7 im Rahmen des Theater-Tanz-Musikprojektes angeboten.

Sprachanfänger:Die Schülerinnen und Schüler, die alle erst seit kurzer Zeit in Deutschland sind, haben wenig kulturelle und nahezu gar keine sprachlichen Gemeinsamkeiten. Das gemeinsame „Trommeln“ sollte ein Gemeinschaftsgefühl jenseits aller Sprachbarrieren entstehen lassen. Erste Erfolgserlebnisse ermöglichten den Schülerinnen und Schülern Vertrauen in ihre Lern- und Leistungsfähigkeit zu fassen. Da ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler zudem über wenig Schulerfahrung in ihren Herkunftsländern verfügt wurden auch Ausdauer, Disziplin und gegenseitige Rücksichtnahme erlernt.

Regelklassen 6/7:Die Gruppe bestand aus 15 Schülerinnen und Schülern. Zwei Schülerinnen kommen ursprünglich aus der Sprachanfängerklasse, drei Schüler gehören zur integrativen Lerngruppe ihrer Klasse und haben einen besonderen Förderbedarf im Bereich Lernen.

Projektarbeit im Detail:

    Djembé

 

 

In Absprache mit dem Künstler sollte sowohl getrommelt als auch gesungen und getanzt werden.

Keine/r der TeilnehmerInnen hatte bisher Erfahrungen im Bereich Trommeln gesammelt. Zum Einsatz kamen „Djembén“, einfellige Bechertrommeln aus Westafrika. Die Höhe einer Djembé beträgt üblicherweise etwa 60 Zentimeter, der Durchmesser ihrer Bespannung aus meist geschorenem Ziegenfell etwa 30 Zentimeter. Djemben werden nur mit den bloßen Händen angeschlagen und zeichnen sich durch ein umfangreiches Klangspektrum aus, dessen tiefe Bässe die Djembé der speziellen, kelchförmigen Gestalt ihres Korpus verdankt, der beim Djembéspiel als Helmholtz-Resonator wirkt. Djembén werden sowohl als Solo- als auch als Ensembleinstrument eingesetzt.

Auch der Einsatz der Stimme als „musisches Instrument“ ist für Kinder diesen Alters eher schwierig, da das Schamgefühl dominant ist. Bei den Liedern handelte es sich um einfache Kinderlieder aus dem Senegal, die gemeinsam gesungen wurden.

Auch für die tänzerischen Elemente mussten sich einige Mädchen überwinden, sich vor der Gruppe im Tanz zu bewegen. Eingeübt wurden traditionelle „Coucou“ - Tänze aus dem Senegal. Ursprünglich ist der Coucou ein Kreistanz, der die Rückkehr der Fischer feiert. Heute ist der Coucou sehr populär in ganz Westafrika und wird zu vielen Gelegenheiten gespielt. Wegen seiner Beliebtheit ist dieser Tanz in den unterschiedlichen Regionen in vielen Variationen bekannt.

Präsentationen:

 

Am Ende des Projekts wurde die Arbeit in der Aula des Viktoriagymnasiums (05.06.2013) und in den Weststadthallen (17.06.2013) mit großem Erfolg vor zahlreichem Publikum aufgeführt. Zusätzlich gab es eine Einladung zur Aufführung beim Staffelfest der Wilhelm-Körber-Förderschule (06.06.2013). Ein Video kann unter http://www.wks-essen.de/ angeschaut werden. Einen weiteren Auftritt gab es bei der Abschlussfeier der Klassen 10 an der eigenen Schule am 05.07.2013.

Alle Herausforderungen wurden hervorragend gemeistert.

Projektziele:

Förderung des Gemeinschaftsgefühls jenseits aller Sprachbarrieren

Integration aller Schülerinnen und Schüler trotz unterschiedlicher Lernvoraussetzungen in das Gruppengefüge

Auseinandersetzung mit dem musischen Instrument und Förderung der haptischen und auditiven Wahrnehmung

Bewusstmachen, dass nicht die Einzelleistung sondern die Leistung der Gruppe für das Gelingen des Projekts verantwortlich ist

Kompetenzerweiterung:

Stärkung des Selbstvertrauens

Förderung der Verantwortlichkeit in der Gruppe

Förderung der sozialen Kompetenz

Stärkung des Selbstbewusstseins durch Anerkennung bei den zahlreichen Präsentationen

 

Support:
Alfried Krupp-Schulmedienzentrum